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Barbados sichert sich einen Kredit in Höhe von 80 Millionen Dollar für eine umfassende Modernisierung des Wassersystems

06 Mai

Barbados sichert sich einen Kredit in Höhe von 80 Millionen Dollar für eine umfassende Modernisierung des Wassersystems

Die Regierung von Barbados hat sich kürzlich zum Ziel gesetzt, eines ihrer drängendsten Probleme zu lösen: die Wasserknappheit. Angesichts der Tatsache, dass das bestehende Wassersystem veraltet ist, ist die Regierung unter Premierministerin Mia Amor Mottley bereit, 80 Millionen Dollar zu investieren.

Wie veraltete Technologie und Versalzung die Wasserversorgung von Barbados gefährden

Obwohl Barbados von kilometerlangem Meer umgeben ist, ist Süßwasser dort knapp und die Insel zählt zu den Ländern mit der größten Wasserknappheit weltweit. Diese wertvolle Ressource wird hauptsächlich durch Brunnen und Bohrungen aus unterirdischen Grundwasserleitern gefördert, wobei äußerst sorgfältige Methoden angewendet werden, um eine Übernutzung zu verhindern. Derzeit sind die Grundwasserquellen zunehmend gefährdet, da der steigende Meeresspiegel zum Eindringen von Salzwasser in die Grundwasserleiter führt. Darüber hinaus basiert das bestehende Wassersystem auf veralteter Infrastruktur und Technologie und weist zahlreiche Mängel auf, die die Wasserversorgung unmittelbar beeinträchtigen: Von jedem geförderten Liter Wasser gehen etwa 40 bis 50 Prozent verloren, bevor er die Haushalte erreicht.

Barbados sichert sich einen Kredit und ist bereit, seine Wassersysteme zu verbessern.

Die Regierung hat einen Kredit in Höhe von 80 Millionen US-Dollar erhalten, den Premierministerin Mia Amor Mottley als „Investition in die Wasserversorgung und damit in unsere Widerstandsfähigkeit“ bezeichnet. Die Interamerikanische Entwicklungsbank (IDB) hat den Kredit bewilligt, der über einen Zeitraum von fünf Jahren in Tranchen ausgezahlt wird. 55 Millionen US-Dollar sind für grundlegende Maßnahmen und strukturelle Erneuerungen im Wassernetz vorgesehen. Dies soll eine der größten Schwachstellen des Systems beheben: häufige Versorgungsunterbrechungen. Weitere 20 Millionen US-Dollar werden in das Management von Wasserverlusten investiert. Diese Maßnahme soll die Effizienz steigern und Verluste reduzieren, sodass mehr Wasser jeden Haushalt in Barbados erreicht. Rund 2,5 Millionen US-Dollar werden für Schulungen und technische Unterstützung bereitgestellt. Das Programm zielt darauf ab, der Wasserbehörde von Barbados einen breiteren Zugang zu innovativen Maßnahmen zu ermöglichen und gleichzeitig das Bewusstsein für Wassereinsparung in den Gemeinden zu stärken. Schließlich werden weitere 2,5 Millionen US-Dollar für die Programmverwaltung verwendet. Damit wird ein festangestelltes Team finanziert, das die notwendigen Folgemaßnahmen, Evaluierungen und Audits durchführt. Diese Einheit wird für die Überwachung, Beaufsichtigung und Umsetzung des Plans zuständig sein. 

Die Bekämpfung der Wasserknappheit in Barbados ist dringend.

Die Süßwasserknappheit ist auf ein Zusammenspiel verschiedener Faktoren zurückzuführen, angefangen bei der besonderen Bodenbeschaffenheit der Insel, dem ausbleibenden Regen und der Landbebauung. In der Karstlandschaft mit ihren zahlreichen Höhlen und Dolinen versickern Bäche eher im Gestein, als frei zu fließen. Der steigende Meeresspiegel führt zur Versalzung der unterirdischen Bäche, während der ausbleibende Regen deren Wiederauffüllung verhindert. Hinzu kommt, dass ehemals für die Bewässerung geeignete Flächen durch die städtische Bebauung nun versiegelt und unzugänglich sind. Angesichts dieser Situation erscheint die neue Maßnahme der Regierung zeitgemäß und absolut notwendig, um die Wasserversorgung der Bevölkerung von Barbados zu schützen und die Verfügbarkeit dieser wertvollen Ressource langfristig zu sichern.


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